Fachkräftemangel
Höchster Stand seit zehn Jahren

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ManpowerGroup / 49 Prozent der Arbeitgeber in Deutschland haben Schwierigkeiten, freie Stellen zu besetzen

Der Fachkräftemangel setzt die Wirtschaft in Deutschland weiter unter Druck: 49 Prozent der Unternehmen haben massive Probleme, offene Stellen zu besetzen. Das geht aus einer aktuellen Studie der ManpowerGroup hervor. Restaurant- und Hotelfachkräfte sind demnach in den „Top 10“ der am schwierigsten zu besetzenden Positionen.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Unternehmen mit akutem Fachkräftemangel kontinuierlich gestiegen. Lediglich 2010 und 2013 spürte die Wirtschaft in Deutschland eine vorübergehende Entlastung bei der Aufgabe, offene Stellen zu besetzen.

„Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt geht weiter auseinander. Bislang entschärfen Initiativen, Flüchtlinge schneller beruflich zu integrieren, den Fachkräftemangel kaum. Um ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen, müssen sich Unternehmen vor Ort mit Bildungsträgern und anderen Partnern zusammentun", sagt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland.

Dazu kommt: Der durchschnittliche Aufwand für die Stellenbesetzung ist in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen. Das Besetzen von Positionen mit passenden Talenten wird damit immer mehr zum Kraftakt für die Personalmanager. "Hier binden Unternehmen enorme Ressourcen, die sie eigentlich in Innovationen und die Weiterentwicklung ihrer Mitarbeiter investieren möchten", so Brune.

Ranking der am schwierigsten zu besetzenden Positionen 2016 in Deutschland:
   1. Facharbeiter/Handwerker
   2. Vertriebsmitarbeiter
   3. Ingenieure
   4. Management/Executives
   5. Ärzte und medizinische Fachangestellte (kein Pflegepersonal)
   6. IT-Fachkräfte
   7. Fahrer
   8. Vertriebsleiter
   9. Pflegekräfte
   10. Restaurant- und Hotelfachkräfte

Weltweit gaben 40 Prozent der Unternehmen an, Schwierigkeiten zu haben, offene Positionen zu besetzen. So drastisch wie in Deutschland ist der Fachkräftemangel in anderen Ländern Europas nicht. In Norwegen hat sich die Lage im Vergleich zum Vorjahr deutlich entspannt. Nur jeder sechste Arbeitgeber (16 %) meldet dort Probleme bei der Besetzung offener Stellen. 2015 waren es noch 30 Prozent. In den Niederlanden haben nur 17 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten, Personallücken mit Spezialisten zu füllen. In Großbritannien sind es – zumindest jetzt noch – 18 Prozent. Allerdings ist auch in diesen beiden Ländern der Wettbewerb um Talente härter als 2015. In einigen Ländern Osteuropas wie in Rumänien und Bulgarien ist die Situation teilweise noch drastischer als in Deutschland. Viele Fachkräfte wandern dort ab.

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