Top hotel Vision Circle
Toskana, Teamwork, Transformation

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Das Image der Hotellerie und deren Berufsausbildung muss ein anderes werden, um den zunehmenden Mitarbeitermangel in den Griff zu bekommen. Über dieses Fakt waren sich die neun Top-GMs des von S. Pellegrino und Acqua Panna unterstützten Top hotel Vision Circle einig. Welche Wege allerdings aus der Krise führen, darüber wurde unlängst in der Toskana leidenschaftlich diskutiert.

»Wir sehen Fair Job Hotels als Erweiterung unseres Netzwerkes. Das bedeutet: Mitarbeiter füreinander ausbilden, um sie nicht in andere Branchen abwandern zu lassen.«
Cyrus Heydarian   I   Breidenbacher Hof Düsseldorf

»Wer wegen des Geldes kommt, der geht auch wegen des Geldes. Wer Leistung will, muss Sinn stiften.«
Dr. Caroline von Kretschmann   I   Europäischer Hof Heidelberg

»Die GenY hat eine sehr gefestigte Vorstellung der Work-Life-Balance. Geld ist längst nicht mehr der alleinige Motivator.«
Sven Sausmikat   I   Hotel Gut Breitenburg

»Digitaler Check-in, Zimmeröffnen mit dem Handy – das wollen wir alles nicht. Für uns ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter mit dem Gast in Kontakt kommen.«
Alexander Doerr   I   Das Stue Berlin

»It‘s all about Feedback  – sowohl mit den Mitarbeitern als auch mit den Gästen. Entscheidend ist, wie das Management damit umgeht.«
Erik van den Bergh   I   Dolce Munich Unterschleissheim

»Wir wissen, dass die Hotellerie noch immer einer der schönsten Berufe der Welt ist. Aber das müssen wir dem nachwuchs mit zeitgemässen Methoden vermitteln.«
Michael Bläser   I   Herzogspark Herzogenaurach

»Früher hatten die Luxushotels immer die meisten Bewerbungen – das ist heute längst nicht mehr der Fall, weil viele Fachkräfte auf ein steifes Hotel keine Lust haben. Sie wollen Spaß!«
Philip Borckenstein von Quirini   I   Empire Riverside Hotel & Hafen Hamburg

»Ein Haus wie das unsere hat natürlich größere Herausforderungen, da hilft die Zugehörigkeit zu einer Kooperation. Wir sind alle relativ kleine Häuser, alle familiär geführt, können aber durch die persönliche Ansprache punkten.«
Daniela Schwarz  I   Romantik Schlosshotel Rettershof Kelkheim

»Wir müssen junge Talente zu Wort kommen lassen – viel zu oft wird in den Betrieben nur den Älteren Gehör geschenkt. Denn was die als fair empfinden, muss die junge Generation längst nicht so sehen.«
Klaus Michael Schindlmeier  I   Palatin Kongresshotel Wiesloch

Die Bundeswehr braucht dringend neue Kräfte und steht damit vor ähnlichen Herausforderungen wie das Gastgewerbe. Der Unterschied: Das Bundesministerium der Verteidigung hat mit einer knapp elf Millionen Euro teuren Kampagne bereits begonnen, das Image der Truppe aufzupolieren und lockt in ihren aktuellen Spots  mit flotten Sprüchen und beschaulich-idyllischen Videos für einen Einstieg beim Heer, der Luftwaffe oder der Marine. Getreu dem Motto: »Bei uns geht es ums Weiterkommen, nicht nur ums Stillstehen«. Bereits beim ersten Top hotel Vision Circle 2015, bei dem Top-GMs der Branche mit der Top hotel-Chefredaktion über die Zukunft der Branche sprachen, wurden Vergleiche zur Bundeswehr herangezogen und neue Image-Konzepte diskutiert. Ein wichtiger Ansatzpunkt, um lang- und mittelfristig Abhilfe zu schaffen, liegt in einer verbesserten Ausbildung – so lautete eine Ergebnis der Gesprächsrunde. Gefragt seien darüber hinaus modernere Berufsbilder und Berufsbezeichnungen, zeitgemäße Lerninhalte und mehr Ausbildungsqualität. Einigkeit bestand auch darin, dass sich das Imageproblem nicht von alleine löst: »Wir müssen jetzt endlich etwas tun«. Und es wurde etwas getan.

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