Hotelmarkt Ägypten
Verwaistes Taucherparadies

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Der Tourismus in Ägypten steht derzeit vor Herausforderungen. Dies gilt auch für Dahab an der Ostküste des Sinai am Roten Meer. Die Hotellerie in dem Taucherparadies versucht, sich auf inländische Gäste umzustellen, doch das ist keine tragfähige Alternative.

Die ARD berichtet in einem Beitrag über die aktuelle Situation in Dahab. Dort nutzten besonders Deutsche, Briten und Russen die Möglichkeit zum Tauchen. Diese fehlen nun seit dem Absturz des russischen Flugzeugs über dem Sinai. Weitere Gründe sind die immer noch instabile politische Lage sowie die Tatsache, dass es keine Direktflüge mehr gibt, wodurch die Anreise deutlich komplizierter und teurer geworden ist.

Hotels, die früher Monate im Voraus keine Zimmer mehr zu vergeben hatten, versuchen nun, die Lücken mit inländischen Touristen zu füllen. Doch die bringen zwei Probleme mit sich: Sie kommen hauptsächlich am Wochenende und bekommen in Hotels einen sogenannten Resident Discount, also 25 bis 30 Prozent Rabatt.

Eine Lösung für die Hotellerie im Land ist das also nicht. Die ist auf ausländische Touristen angewiesen, wie die Zunahme von Hotelschließungen aufgrund des starken Rückgangs der Besucherzahlen zeigt (wir berichteten).

Quelle: Videoblog, Volker Schwenck, ARD Kairo