Top hotel Academy
Innovationsmanagement ist Leadership

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Die Tophotel Academy – eine Initiative von Tophotel und dem IST- Studieninstitut – befasst sich in loser Folge mit Themen, die für die Hotellerie von besonderem Interesse sind. Diese Folge beschäftigt sich mit erfolgreichen Innovationsstrategien. Von Thomas Corinth, IST Hochschule für Management

In einem immer dynamischeren, transparenteren, kopierfreudigeren und globaleren Wettbewerbsumfeld wird ein gut organisiertes, zielorientiertes Innovationsmanagement zu einem Erfolgsfaktor, der über Untergang oder Fortbestand entscheiden kann. Dabei gilt: Je umkämpfter ein Markt, desto fundamentaler wird die Bedeutung der schnellen Reaktionsfähigkeit. So wie – gestern noch unbekannte – Brands heute durch Innovationen den Markt erfolgreich auf den Kopf stellen, so sind starre Unternehmen durch Auftritt und Schnelligkeit der Konkurrenz bedroht. Nach Joseph Schumpeter, Ökonom, sind Innovationen die Durchsetzung neuer Kombinationen. Im Rahmen des Innovationsprozesses werden also bereits vorhandene Elemente in bisher nicht bekannter Weise zu einem (scheinbar) neuen Ganzen zusammengesetzt.

Innovationen sind eine signifikante Kraftquelle für kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen. Unbestritten sind die revolutionären Schübe, die Kondratieff-Zyklen*, die erst der kommerziellen und später auch privaten Nutzung von Dampfmaschine, Eisenbahn, Elektrotechnik, Automobil und Informationstechnik folgten.

Grundlage aller (erfolgreichen) Dienstleistungs-Innovationen ist immer die empathische Fähigkeit, Kundenbedürfnisse zu spüren, diese zu formulieren und durch neue Kombinationen der Ressourcen eine schöpferische Zerstörung zu bewirken. In den Leitbildern eines Unternehmens müssen der Innovationswille und die damit verbundene Risikobereitschaft verankert werden. Manager sind gezwungen, ihre Komfortzone zu verlassen, Verantwortung zu teilen und sich auf Prozesse mit offenem Ausgang einzulassen. Eine Innovationskultur umfasst zudem Freiräume, Labors, Spielplätze, das Lernen aus Fehlern, Verzicht auf Neid sowie Lob und Anerkennung für kreative Mitarbeiter.

Idee beschreibt eine Vorstellung, einen Ur-Impuls oder auch einen göttlichen Funken und ist der Ausgangspunkt jeder Erfindung. Sie ist die Lösung eines Problems, das für potenzielle (interne oder externe) Kunden von Bedeutung sein könnte. Erfindung oder Invention bezeichnet die Gestaltwerdung der Idee. Sie kann als Prozessablauf dokumentiert werden oder – im technischen Bereich – sogar als Patent angemeldet werden. Innovation beschreibt den tatsächlichen Markteintritt, Diffusion die fortwährende Bewährung und Durchdringung einer Innovation im Markt.

 

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