Bildquelle: NGG-Aktion aus 2015

"Schmuddelbranche"

NGG-Funktionär kritisiert die Hotellerie scharf

»Man sollte sich mit so einer Schmuddelbranche eigentlich gar nicht einlassen.« Das sagte Uwe Ledwig, Geschäftsführer der NGG Berlin-Brandenburg, jüngst gegenüber der Tageszeitung "Neues Deutschland", im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe. Auch sprach Ledwig von »knechten, ausbeuten und drangsalieren«.

Stein des Anstoßes ist für Uwe Ledwig die schlechte Bezahlung – und dies in Zeiten des "boomenden Tourismus". Zwar lobt der NGG-Manager das Gastgewerbe in Berlin und Brandenburg zunächst dafür, dass trotz des Mindestlohns signifikant mehr Arbeitskräfte eingestellt worden sind. Gleichzeitig ist er aber der Meinung, dass der Dehoga "in Wahrheit kein Interesse am Mindestlohn habe" – seiner Meinung nach gehe es dem Verband nur um die Außendarstellung.

In Bezug auf die Schwarzen Schafe der Branche, in denen Schwarzarbeit eine Renaissance erlebt, zitierte die Tageszeitung Uwe Ledwig wie folgt: "Solche Hotels finden immer jemanden, den man knechten, ausbeuten und drangsalieren kann." Er verstehe in diesem Kontext aber auch die Angestellten nicht, schließlich  "sollte man sich mit so einer Schmuddelbranche eigentlich gar nicht einlassen."

Quelle: "Neues Deutschland"