„Ausblick MICE 2016“: Darauf achten Veranstaltungsplaner

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„Ausblick MICE 2016“

Darauf achten Veranstaltungsplaner

Wie viele Angebote fordern Eventplaner für Veranstaltungen ein? Und wie wichtig sind Online-Buchungsportale? Das zeigt die aktuelle Umfrage „Ausblick MICE 2016“, welche in einem Gemeinschaftsprojekt von Veranstaltungsplaner.de, aloom.de, meetingdeals.de und dem Presseportal Pregas durchgeführt wurde.

Bei der Untersuchung, an der 244 Veranstaltungsprofis teilgenommen haben, gaben 70 Prozent der Bucher an, dass maximal 10 Prozent ihrer gebuchten Veranstaltungen wieder storniert werden müssten, 45,38 Prozent lediglich 1 bis 5 Prozent. Auch bei der geforderten Vergleichsmöglichkeit ist festzustellen, dass nur 13,11Prozent der Eventplaner mehr als fünf Angebote einfordern, 79,1Prozent gaben an für den Vergleich 2-5 Angebote in die Prüfung aufzunehmen und immerhin 7,79 Prozent steuern generell gezielt nur auf ein Haus zu.

Dienstleister, die allerdings länger als 48 Stunden für ein Angebot benötigen, erfüllen nicht mehr die Anforderungen, tendenziell wird bei mehr als 60 Prozent eine Quotierung zwischen 12 und 24 Stunden erwartet. Dass der Tagungsverantwortliche mehrere Dienstleister anfragen muss, wird ebenfalls deutlich. Die Beauftragung von zusätzlicher Technik, Eventlocations und Catering-Dienstleistern gehört bei ca. 70 bis 80 Prozent der Planer ebenfalls zum Alltag. Künstler und Rahmenprogramme liegen mit 41,8 Prozent kurz vor Trainern und Referenten mit 38,11 Prozent.

Veranstaltungsplaner machen größtenteils noch alles selbst


Auch wenn die Online-Buchungsquote weiterhin moderat steigt, so ist der Anteil von Buchungsplattformen mit 11,48 Prozent nach wie vor sehr gering. Mehr als 55 Prozent der Veranstaltungsplaner vertrauen darauf, eigenständig von A-Z alles selbst ohne Unterstützung anzufragen. Offline-Vermittler rangieren mit 27,46 Prozent dazwischen, Reisebüros spielen mit 5,74 Prozent im MICE-Markt eher eine untergeordnete Rolle. Diejenigen, die bereits über eine Plattform ihre Anfragen tätigen, fordern mehrheitlich für die Zukunft die Abbildung von Live-Verfügbarkeiten sowie die Buchung von zusätzlichen Gewerken. Mit der gezielten Nachfrage, ob Live-Booking in der Zukunft eine Rolle spielen wird, fällt die Antwort deutlich aus: 73,77 Prozent sind davon überzeugt, obwohl 88,11 Prozent diese Möglichkeit noch nicht im Einsatz haben.

Dies hängt auch damit zusammen, dass die gefragtesten Eigenschaften von Dienstleistern Schnelligkeit, Kompetenz, Erreichbarkeit und Servicequalität sind und nicht technische Innovationskraft. Nur 5,18 Prozent der Umfrageteilnehmer schätzen diese Eigenschaft an ihrem Dienstleister. Ein positives Image bei anderen Veranstaltungsplanern (3,38 Prozent) scheint noch unwichtiger zu sein.

Ebenfalls enttäuschend erscheint die Antwort auf die Frage, was in der Buchungsentscheidung eine höhere Priorität besitzt. Hier liegt ein günstiger Preis mit fast 90 Prozent weit vor dem Thema Green Meetings (11,89 Prozent). Auch nach dem Mehrwert von Zertifizierungen wurde gefragt. Im Ergebnis gibt es nur eine Zertifizierung, die Planer als tendenziell für relevant in Ihrer Buchungsentscheidung beurteilen. Hierbei handelt es sich mit ca. 60 Prozent um die DEHOGA Sterne Klassifizierung, da die beiden weiteren Platzierungen bereits als eher nicht relevant eingestuft werden. Platz 2 und 3 gehen an Servicequalität Deutschland und Certified Conference Hotel, die mit 45,29 Prozent bzw. 35,43 Prozent ihre Fürsprecher finden.