GMs der Hotels JA Ocean View Hotel & JA Jebel Ali Golf Resort
Deutsches Doppel

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Beim Blick nach Dubai bestätigt sich: Deutsche GMs stehen weltweit immer noch hoch im Kurs:  Otto Kurzendorfer (Foto re.) und Torsten Obermann (li.) leiten zwei prestigeträchtige Häuser des Hotelkonzerns Jebel Ali. Dabei könnten sie unterschiedlicher kaum sein …

 

Otto Kurzendorfer und Torsten Obermann sind zwei deutsche Hotelmanager in Dubai, beide Familienväter, 45 Jahre alt und arbeiten für denselben Konzern. Ein genauerer Blick auf die Fakten offenbart allerdings große Unterschiede: Kurzendorfer bekleidet bereits seine achte Stelle als GM und war jahrelang der Trumpf für verschiedene Arbeitgeber, wenn es darum ging, neue Häuser in China an den Start zu bringen. Für Obermann ist es die erste Berufung an die Spitze eines Hotels, wenn man davon absieht, dass er in Dubai ein Haus mit Serviced-Apartments leitete. Wer die beiden trifft, die für den aktuellen Erfolg ihres Arbeitgebers Jebel Ali in Dubai stehen, stellt auch deutliche charakterliche Unterschiede fest und bemerkt, dass das Duo sämtliche Klischees über den Haufen wirft.

Kurzendorfer könnte als rheinländische Frohnatur durchgehen; er ist direkt und offen, entscheidet auch mal aus dem Bauch heraus und profitiert von seiner gehörigen Erfahrung und Menschenkenntnis. Ein gewisser Mangel an »political correctness« ist ihm nach eigenem Bekunden schon das ein oder andere Mal zum Verhängnis geworden und hat sogar einmal zu einem unfreiwilligen Stellenwechsel geführt. Kurzum: Er wäre der perfekte Kölner, dem der Schalk im Nacken sitzt. Tatsächlich stammt er aber aus einer fränkischen Kleinstadt. Obermann hingegen ist ausgerechnet in Köln geboren, ein feinfühliger, sensibler Mensch, der klug und analytisch denkt und nie einen Gedanken voreilig formulieren würde.

Wenn man ergründen will, was die beiden letztlich in ihre aktuelle Position gebracht hat, muss man sich klarmachen, auf welchem Terrain sich das Duo bewegt. Dubai ist einer der Hotspots auf dem Hotelmarkt; alle großen Brands wollen mitmischen. Neue Häuser entstehen praktisch monatlich. Der Tourismus boomt dank neugieriger Gäste aus aller Welt, die ein XXL-Projekt neben dem anderen bestaunen wollen. In Dubai steht mit dem Burj Khalifa das höchste Gebäude der Welt, es wartet die größte Shoppingmall auf Erden und Freizeitparks wuchern nur so aus dem trockenen Wüstenboden. Auf der anderen Seite ist es trotz aller Zugeständnisse an die Touristen ein muslimisches Land mit einem riesigen Beamtenapparat, der beschäftigt werden will, und mit sehr speziellen Regeln.