Bestpreisklausel
ÖHV mit Entscheidung der Wettbewerbsbehörde unzufrieden

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Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat das Verfahren gegen Booking.com & Co. eingestellt, nachdem sie einen Verzicht auf viele Klauseln seitens der Buchungsportale erwirkt hat. Der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) ist das zu wenig. Sie prüft jetzt weitere rechtliche Schritte.

„Das Verfahren aufgrund einer mündlichen Zusage zu beenden halte ich für nicht ausreichend“, kommentiert Dr. Markus Gratzer, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), die Entscheidung der Bundeswettbewerbsbehörde, die Untersuchungen bezüglich der wettbewerbsverzerrenden Vertragsbedingungen von Booking.com & Co einzustellen.

Denn Fakt ist: Die Bestpreisklausel, gegen welche die ÖHV bereits 2012 Beschwerde bei der BWB einlegte, gilt weiterhin auf der hoteleigenen Homepage. In Deutschland wurde die gleiche Bestimmung bereits Ende 2015 aufgrund von Wettbewerbsverzerrungen vom Bundeskartellamt untersagt. „Österreichische Hoteliers sind also noch immer gegenüber internationalen Multis schlechter gestellt und können auf einem der zentralsten Vertriebskanäle – der eigenen Website – nicht auf Augenhöhe verkaufen. Unternehmerische Freiheit schaut anders aus“, kritisiert Gratzer.

Offen ist für den Interessenvertreter darüber hinaus die Frage nach der Kontrolle der Einhaltung der Verpflichtungszusage und wie es mit anderen Playern am Markt aussieht. „Was ist zum Beispiel mit HRS? Die jetzige Regelung reicht nicht und lässt zu viele Fragen offen. Es braucht ein schriftliches, transparentes Agreement. Fakt ist, dass Hoteliers ihre Zimmerpreise noch immer nicht frei gestalten können – das geht nicht“, so Gratzer. Die ÖHV prüft momentan weitere rechtliche Schritte.

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