Alternative Unterkünfte
Hotels wollen Gäste von Airbnb zurück

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Fotolia / Airbnb

Der Erfolg von Airbnb geht zu Lasten der Hotellerie. Nach einigen Schätzungen ist der Anbieter von alternativen bzw. privaten Unterkünften für einen Umsatzeinbruch in Höhe von einer Milliarde US-Dollar im vergangenen Jahr verantwortlich. Doch die Hotelindustrie lässt das nicht auf sich beruhen.

Große Hotelketten bringen immer neue Angebote auf den Markt, die den Kernmarkt von Airbnb betreffen: Millennials, die auf ihre Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten zugeschnittene Übernachtungen suchen. So hatte beispielsweise Hilton Worldwide Ende Januar die neue Marke „Tru“ angekündigt, die eine Lücke im Midscale-Segment schließen soll. Marriott International will innerhalb von zehn Jahren rund 150 Moxy Hotels betreiben.

Zudem fordern Hoteliers und Verbände Gesetze, in denen vorgeschrieben wird, welche Angebote alternativer Betreiber gelistet werden dürfen. Auch dies soll das Wachstum von Airbnb verlangsamen oder stoppen.

Doch der Hotellerie ginge es nicht darum, Wettbewerb zu unterbinden, so Vanessa Sinders, American Hotel & Lodging Association (AH&LA). Man wolle lediglich einheitliche Regeln für den Markt schaffen, so Vertreter der Hotelindustrie. „Die Konkurrenz sorgt für bessere Gästeerfahrungen, generiert neue Arbeitsplätze und fördert Innovationen“, sagt Sinders weiter.

Nach einem Bericht des US-amerikanischen Magazins Fortune hat eine von der amerikanischen Hotellerie in Auftrag gegebenen Studie der Penn State University herausgefunden, dass ein Teil der alternativen Angebote illegal ist. Demnach könnten knapp 30 Prozent des Airbnb-Umsatzes (378 Millionen US-Dollar) von Vollzeit-Betreibern generiert worden sein. Objekte dieser Anbieter sind teilweise 360 Tage im Jahr verfügbar. Die US-Hotellerie sieht das als illegalen Hotelbetrieb, der außerhalb behördlicher Regelungen durchgeführt wird und für die traditionelle Hotellerie einen Wettbewerbsnachteil bedeutet.

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