Branchen-Trends
Was das Gastgewerbe bewegt

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Im Vorfeld der Intergastra 2016 (20. bis 24.02.2016) hat die Landesmesse Stuttgart am 20. Oktober 2015 erstmals
 Journalisten zum Intergastra Medientag ins Steigenberger Hotel Graf Zeppelin Stuttgart eingeladen. 17 Experten
 diskutierten dort in Gruppen über Probleme und Entwicklungen in der Branche. Wie lauteten die Ergebnisse?

Beim Thema Unternehmertum sorgte der Fachkräftemangel, vor allem in Hinblick auf das Berufsbild Koch für Redebedarf. Dieser, so der Konsens, soll in den kommenden Jahren noch extremer werden. Einig war man sich, dass der Beruf des Kochs attraktiver gestaltet werden muss. Eine große Herausforderung, zumal Mindestlohn, Dokumentation der Arbeitszeit, Fiskalkassen und Lohnneben-
kosten eine Tätigkeit in der Gastronomie immer uninteressanter machen. Und so sieht man dem Zustrom an Flüchtlingen positiv entgegen und wünscht sich eine schnelle Integration der arbeitswilligen Menschen.

Digitalisierung

Auch die zunehmende Digitalisierung war Thema. Risiken ergeben sich beispielsweise nicht nur durch die teilweise böswilligen Gästebewertungen, die den Ruf eines Betriebes schädigen, sondern auch durch die Macht der Buchungsportale wie HRS und Booking.com, an denen man heute kaum mehr vorbeikomme. Umso wichtiger ist daher schon seit Längerem die Investition in die eigene Homepage mit suchmaschinenoptimierten Texten, gutem Pricing, Buchungswerkzeug und Videos. Denn den ersten Eindruck vom Hotel verschafft sich der Gast nicht erst beim Check-in, sondern bereits beim Besuch der Homepage. Und wer auf Google nicht direkt auffindbar ist, der existiert auch nicht. Dar-über hinaus sind immer mehr Ressourcen notwendig, um die digitale Kommunikation mit dem Gast, der kurze Reaktionszeiten erwartet, gewährleisten zu können. Allerdings hat die Digitalisierung auch Vorteile: Gerade im Hinblick auf intelligente Gebäudeleittechnik kann eine zunehmende Vernetzung Fehler unmittelbar aufzeigen. Auf diese Weise spart der Hotelier wertvolle Ressourcen.

Kaffee

Der Kaffee ist bei der »dritten Welle« angekommen. Nach dem »Third Wave Coffee«-Konzept spielt die Qualität inzwischen eine entscheidende Rolle. Hat man zuletzt schlechten Kaffee durch die Zugabe von Milch und Sirup trinkbar gemacht, steht der natürliche Geschmack heute im Vordergrund. Deshalb erfolgt die Zubereitung heute nach Maß: Die Bohnen werden gewogen, das Wasser auf Temperatur, Menge und Qualität überprüft. Hier tun sich immer mehr kleine Röster hervor, welche auf die großen Marken zunehemnd Druck ausüben. Doch bei all der Qualtätsprüfung der Zutaten kommt es letztlich auf einen wesentlichen Faktor an: den Barista, der mit Leidenschaft und dem nötigen Know-how den Kaffee zubereitet. Und so spielt eine Schulung der Mitarbeiter in der richtigen Zubereitung ebenfalls eine wichtige Rolle.

Gastrotrends

Im Food-Bereich ist man mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem man bereits alles gesehen hat. Und so geht der Trend dahin, dass sich die Gastronomie neu orientiert und Gerichte neu interpretiert. Darüber hinaus werden die Nachfragen der Gäste immer individueller, weshalb die Gastronomie dazu aufgefordert ist, sich flexibel aufzustellen.

Ambiente

Im Design zeichnen sich zwei Richtungen ab: Die Orientierung am Mainstream durch klassische, standardmäßige Angebote auf der einen, die zunehmende Individualisierung auf der anderen Seite. Darüber hinaus werden Funktionalität und Licht künftig eine größere Rolle spielen.

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