Alternative Unterkünfte
Airbnb will Steuern entrichten

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Airbnb

Nach andauernder Kritik am Umgang mit dem Geschäftsmodell der alternativen und privaten Vermietung hat Airbnb überraschend Änderungen angekündigt.

Wie FAZ und Spiegel online gleichlautend berichteten, wehre man sich bei der Buchung-Plattform für alternative Unterkünfte gegen Vorwürfe, mit der Vermietung Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zu verschärfen und weltweit Kommunen und Staaten um Steuereinnahmen zu bringen. Nun teilte Airbnb mit, man wolle einen „gebührenden Anteil“ an Steuern entrichten, die dem Hotel- und Tourismusgewerbe entspringen. Airbnb-Mitgründer Brian Chesky sagte, man würde gegenüber Vermietern klarstellen, was nicht akzeptiert würde.

Nun sollen Anbieter auf der Homepage nachweisen müssen, dass es sich bei der vermieteten Unterkunft um ihren Erstwohnsitz handelt und die Vermietung nur für eine begrenzte Zeit erfolge. Mit den zuständigen Behörden will das Unternehmen klären, unter welchen Voraussetzungen gegebenenfalls auch Zweitwohnsitze vermietet werden können, die nicht dauerhaft selbst bewohnt werden.

Städte sollen sich laut Aussagen von Airbnb künftig darauf verlassen können, dass man bei der „effizienten Eintreibung von Steuern aus dem Hotel- und Tourismus-Gewerbe“ behilflich sein wird. Bei konsequenter Umsetzung dieser nun angekündigten Änderungen fiele einer der Hauptkritikpunkte seitens der Hotellerie weg, die seit Jahren bemängelt, dass Airbnb geringere Auflagen als Hotels habe.