Hotel-Transaktionsvolumen
Vorjahresergebnis bereits übertroffen

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Nach neun Monaten bewegt sich das globale Hotel-Transaktionsvolumen 2015 nach Angaben von Jones Lang LaSalle (JLL) bei rund 60 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 37 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres und übertrifft das Ergebnis des gesamten Vorjahres (59 Milliarden US-Dollar).

Das Interesse der Investoren an qualitativ hochwertigen Hotel-Investitionen ist in allen drei Regionen groß, mit weiter wachsenden Transaktionsvolumina. Allerdings hält in begehrten Märkten das entsprechende Hotelangebot der Nachfrage nicht immer stand. Das veranlasst potentielle Käufer, Investmentziele auch jenseits traditionell stark nachgefragter Märkte in ihr Blickfeld zu nehmen.

Amerika mit dem höchsten Anstieg der drei Regionen


Nach den ersten neun Monaten 2015 summierte sich das Transaktionsvolumen in der Region Amerika auf über 31 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die durchschnittliche Transaktionsgröße hat um nahezu 50 Prozent auf 78 Millionen US-Dollar zugelegt.

Einzeltransaktionen dominieren den Markt und kommen auf rund zwei Drittel des Transaktionsvolumens. Bemerkenswert vor allem im dritten Quartal sind die Aktivitäten von Private Equity-Unternehmen. Sie steigerten ihr Verkaufsvolumen um bis zu 75 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

EMEA: Großbritannien weiterhin im Rampenlicht


Das Transaktionsvolumen in der Region EMEA ist in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2014 um rund 30 Prozent auf über 20 Milliarden US-Dollar angestiegen. Portfolio-Transaktionen trugen 60 Prozent zum Gesamtvolumen bei. Investment-Fonds und Private Equity-Unternehmen waren im bisherigen Jahresverlauf die aktivsten Käufer und haben Akquisitionen im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar getätigt.

Großbritannien bleibt in der EMEA-Region mit einem Transaktionsvolumen von über 8 Milliarden US-Dollar (Q1-Q3) und einem Anteil von rund 40 Prozent an der Spitze vor Deutschland (3,3 Mrd. USD), Spanien (1,9 Mrd. USD) und Frankreich mit 1,6 Milliarden US-Dollar (jeweils ohne Anteil an länderübergreifenden Portfoliotransaktionen). Auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt war das Transaktionsvolumen noch nie so hoch. Auch für das letzte Quartal stehen noch zahlreiche, auch größere Transaktionen kurz vor dem Abschluss. Das Jahresergebnis könnte deutlich jenseits des letztjährigen Rekordvolumens liegen.

Aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Bestandsimmobilien in wichtigen Gateway-Cities erweitern potenzielle Hotelinvestoren ihren Fokus. Entsprechend zeigen beispielsweise Italien und Spanien in 2015 mit einem Plus von über 90 Prozent bzw. über 50 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen 2014 ein hohes Wachstum des Transaktionsvolumens.

Asien-Pazifik: Australien mit Rekordjahr?


Insgesamt rund 8 Milliarden US-Dollar (+ 29 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) wurden in den ersten neun Monaten 2015 im asiatisch-pazifischen Raum in den Hotelmarkt investiert, angeführt von Hongkong, Japan und Australien mit jeweils rund 2 Milliarden US-Dollar. In Down Under stieg das Transaktionsvolumen dabei um rund 45 Prozent. Das Land hat aufgrund der im Vergleich zu asiatischen Städten höheren Kapitalisierungsraten, der soliden Handels-Performance und der jüngsten Währungsabwertung das Interesse asiatischer Investoren auf sich gezogen.

2015 strömten bereits über 560 Millionen US-Dollar an chinesischem Kapital sowie weitere über 610 Millionen US-Dollar aus anderen asiatischen Ländern in den australischen Hotelmarkt. Addiert wurden nahezu zwei Drittel des australischen Transaktionsvolumens durch asiatische Investoren generiert.