Gehälter Rheinland-Pfalz
Unstimmigkeiten bei Tarifverhandlungen

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Für die über 60.000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättengewerbe gibt es für das Jahr 2015 bisher noch keinen Tarifabschluss. NGG und DEHOGA äußern sich zum Stand der Tarifverhandlungen.

Auch in der fünften Verhandlungsrunde konnten sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz nicht entscheidend annähern, erklärte der Verhandlungsleiter der NGG für das Tarifgebiet Hotel- und Gaststättengewerbe Rheinland-Pfalz, Klaus Schu, in Trier.

Nachdem der DEHOGA laut Aussagen der NGG nicht auf das letzte Angebot reagiert hatte, betrachte man die Tarifverhandlungen als gescheitert, so Schu. Nun setze man auf eine Schlichtung im Tarifkonflikt. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz Kurt Beck (SPD) habe sich laut NGG bereiterklärt, für eine Schlichtung zur Verfügung zu stehen.

DEHOGA sieht keinen Schlichtungsbedarf


Zum angeblichen Scheitern der aktuellen Tarifverhandlungen äußerte sich Gereon Haumann, Präsident des DEHOGA Landesverbands Rheinland-Pfalz, am 2. November wie folgt: „Verhandlungen, die nicht geführt werden, können weder mit Ultimaten belegt noch als gescheitert erklärt werden und benötigen auch keine Schlichtung. Es bedarf lediglich eines neu zu vereinbarenden, gemeinsamen Termins.“

Man habe der NGG bereits ein erstklassiges Angebot unterbreitet, von dem alle Mitarbeiter im rheinland-pfälzischen Gastgewerbe profitieren werden, so Haumann. Und obwohl nicht der DEHOGA Rheinland-Pfalz, sondern die NGG den bestehenden Entgelttarifvertrag gekündigt habe, werde man einen entsprechenden Termin mit der NGG noch im Laufe dieser Woche koordinieren.