Hotelpreis-Index: Raten in Deutschland steigen um bis zu 29 Prozent

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Hotelpreis-Index

Raten in Deutschland steigen um bis zu 29 Prozent

Im ersten Halbjahr 2015 lagen die Hotelpreise in deutschen Städten durchschnittlich um fünf Prozent über dem Vorjahreszeitraum; sie stiegen im Durchschnitt von 104 auf 110 Euro pro Nacht. Zu diesem Ergebnis kommt der Hotel Price Index (HPI) des Hotelbuchungsportals Hotels com.

Der Großteil der untersuchten Städte konnte eine Steigerung der Zimmerraten verzeichnen. Dabei erreichte Dortmund mit einer Preiserhöhung von 29 Prozent (auf jetzt durchschnittlich 103 Euro) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 einen Spitzenwert in Deutschland. Hotelgäste zahlen somit im Durchschnitt zehn Euro mehr für die Unterkunft als im benachbarten Essen (93 Euro).

Betreffend die Preissteigerung folgen hinter Dortmund die Städte Bonn (+ 14 Prozent auf 118 Euro) sowie Magdeburg und Kiel, beide mit einem Wachstum von je 13 Prozent. Einen Zuwachs von acht Prozent konnte hingegen Berlin vermelden. Die deutsche Hauptstadt stand in der ersten Jahreshälfte 2015, bei einem Durchschnittspreis von 99 Euro, kurz davor, die magische 100­‐Euro­‐Marke zu knacken. Unangefochten an der Spitze der Städte, in denen während des Untersuchungszeitraums am meisten gezahlt wurde, liegt im aktuellen HPI jedoch München mit einem gezahlten Durchschnittspreis von 133 Euro.

Preisrückgänge und günstigste Raten


Von den neun Städten in Deutschland, die einen Rückgang der Zimmerpreise vermeldeten, lagen nur zwei im zweistelligen Bereich. Den größten Preisrückgang gab es im ersten Halbjahr 2015 in Düsseldorf, mit fallenden Preisen um elf Prozent auf durchschnittlich 109 Euro, dicht gefolgt von Nürnberg, wo Einbußen von zehn Prozent auf 101 Euro verzeichnet wurden. Rückgänge von jeweils acht Prozent vermeldeten Essen sowie die Gemeinde Timmendorfer Strand. Doch auch angesichts dieser Negativentwicklung zählte die Gemeinde an der schleswig­‐holsteinischen Ostseeküste mit durchschnittlichen Preisen von 132 Euro neben Baden-­Baden und nach München zu den Städten, in denen Deutschlandreisende im ersten Halbjahr 2015 am meisten für ihr Hotelzimmer zahlten.

Als Stadt mit dem niedrigsten Preisniveau in Deutschland steht Magdeburg nach den ersten sechs Monaten dieses Jahres ein weiteres Mal am Ende der untersuchten Städte – trotz einer Preissteigerung von 13 Prozent auf 74 Euro. Auch in Wuppertal (+ 1 %) und Bielefeld (- 3 %) lagen die Preise auf einem günstigen Niveau. Eine Übernachtung kostete in diesen Städten im Durchschnitt nur 75 Euro bzw. 77 Euro.