Recruiting
Perspektivenwechsel zahlt sich aus

Vorstellungsgesprach-iStock-187512771.jpg
©iStock

Nicht das ausschreibende Unternehmen entscheidet, ob seine Stellenanzeige eine Bewerbung wert ist, sondern der potenzielle neue Mitarbeiter. Deshalb lohnt es sich für Arbeitgeber, die Perspektive zu wechseln und aus der Sicht von Jobsuchenden heraus zu denken. Was möchten diese am ehesten über und rund um die ausgeschriebene Position wissen?

Hoch im Beliebtheitsranking stehen Stellenanzeigen, die nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und strukturell überzeugend aufbereitet sind. Zielgruppengerecht, zeitgemäß, mobiloptimiert und gut zu vergleichen müssen sie sein – denn die begehrten Fachkräfte von heute wägen Vor- und Nachteile sämtlicher für sie relevanten Ausschreibungen sorgfältig gegeneinander ab. Die Bandbreite an Attributen, die Kandidaten zu einer Bewerbung veranlassen, ist groß. In erster Linie möchten sie möglichst umfassend und punktgenau über ihre potenzielle neue Karriereoption informiert werden. An vorderster Stelle der relevanten Faktoren stehen die Bestandteile der täglichen Arbeit, die sie im neuen Job erwarten. Die StepStone-Studie »Arbeiten 4.0 – Trendstudie Arbeit und Karriere« zeigt: 87 Prozent der Befragten achten am meisten auf die Arbeitsinhalte – die übrigens klar vom Anforderungsprofil zu differenzieren sein sollten. Platz zwei belegen mit 75 Prozent Zustimmung mögliche Posi-
tionen im Unternehmen, auf Platz drei rangiert der Unternehmensstandort (71 %). Auch wie transparent und in welcher Fülle Informationen dargestellt sind, ist für Jobsuchende ausschlaggebend.

Ungewöhnlich detaillierte Angaben? Trauen Sie sich!
Fülle bedeutet allerdings nicht schiere Masse. Worthülsen sind in Stellenanzeigen genauso ungern gesehen wie Redundanzen, denn diese verwässern die wertvollen Informationen. Für Arbeitgeber heißt das: schnell auf den Punkt kommen und dabei so präzise wie möglich sein. Kandidaten wollen auf einen Blick erkennen können, was sie konkret erwartet – und was sie ihrerseits erwarten dürfen. Laut StepStone-Studie »Erfolg im Recruiting. Recruiting Insights« halten 76 Prozent aller Talente Informationen in Stellenanzeigen für nicht oder nur teilweise ausreichend. Gehalt, Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle, Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Statements aktueller Mitarbeiter zum Unternehmen, Gestaltung der Zusammenarbeit: Wer Fachkräfte für sich gewinnen möchte, sollte auf diese und sämtliche weiteren Angaben, die einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz darstellen könnten, nicht verzichten.

Übersichtliches Design als ­ansprechender Rahmen
Passende Inhalte in der Stellenanzeige zu kommunizieren, reicht im Wettbewerb um die besten Talente allerdings nicht mehr, um die Arbeitgeberattraktivität ins rechte Licht zu rücken. Gefragt ist Akzentuierung, weit mehr als jeder zweite Jobsuchende macht auch die Gestaltung zum Auswahlkriterium. Übersichtlichkeit ist dabei das A und O, meint Ioannis Fudukidis, Spezialist für Anzeigenschaltung bei der YOURCAREERGROUP, einer der führenden Spezial-Jobbörsen in Hotellerie, Gastronomie und Touristik: »Zeitgemäße Online-Stellenanzeigen präsentieren sich heute im einspaltigen Format. Das sind Nutzer aus fast sämtlichen Zusammenhängen gewöhnt. Schlanke, gleichzeitig maximal informative Texte geben potenziellen Bewerbern einen authentischen Einblick sowohl in das Unternehmen als auch in Arbeitsinhalte, Anforderungen und Angebote inklusive Zusatzleistungen.« Auch der Ansprechpartner mit allen Kontaktdaten sowie Konditionen wie Bewerbungsschluss sollten gut erkennbar dargestellt werden.

Endgerätefreundlich und diskriminierungsfrei
Firmenfarben, Logo und idealerweise Firmenfotos dürfen Fudukidis zufolge ebenso wenig fehlen. Wichtig sei bei Online-Stellenanzeigen neben einer websicheren Schrift-
art und weiteren Bestandteilen außerdem die Mobiloptimierung. »Der Content muss sowohl auf dem PC-Monitor als auch auf Smartphone und Tablet angenehm und vollständig lesbar sein«, sagt der Experte. Ein Mix aus Fließtexten und Aufzählungen lockere das Schriftbild auf. Eventuelle Arbeitgeberpräferenzen, unter anderem hinsichtlich Alter oder ethnischer Herkunft, müssten neutral formuliert sein. Beispiele seien etwa der Hinweis auf das Arbeiten in einem jungen, dynamischen Team oder die Voraussetzung perfekter Deutschkenntnisse zugunsten des täglichen Kundenkontakts.

Ohne Gegenüberstellung keine Tendenz
Nach diesen Kriterien konzipierte Stellenanzeigen haben bei Jobsuchenden gute Chancen. Allerdings stehen die Angebote selten für sich allein. Und Jobsuchende vergleichen. Das sind sie aus zahlreichen Zusammenhängen gewöhnt – anhand spezifischer Werte beurteilen Verbraucher seit jeher Produkte, Serviceoptionen und Dienstleistungen, um für sich das Passendste zu finden. Die zunehmende Digitalisierung vereinfacht die Gegenüberstellung. Online-Vergleichstools bei der Suche nach Autos, Flügen und Versicherungen zu nutzen ist längst gang und gäbe, und auch im Abwägen der Für und Wider von Urlauben, Elektroartikeln, Haushaltswaren und Handwerkerdiensten sind Internetnutzer bestens geübt. In der Konsequenz müssen sich auch Arbeitgeber mit ihren Jobanzeigen immer öfter dem Vergleich-per-Klick zu Mitstreitern stellen.

Vergleichsmöglichkeit offenbart ­Arbeitgeber-Highlights
Die besten Voraussetzungen dafür können Unternehmen ab sofort mit einem neuen Tool der YOURCAREERGROUP schaffen. Der »JobDesigner« ermöglicht eine noch ansprechendere und übersichtlichere Gestaltung, mit der Anzeigen wiederum dem effizienten Vergleich mit weiteren Offerten standhalten. Indem der potenzielle Bewerber sämtliche relevanten Fakten überblicken kann, kommt er überdies schneller zu einer Entscheidung. Die gezielte Strukturierungsfunktion gewährleistet zudem, dass die Anzeige verlässlich in relevanten Suchen erscheint. Mit Blick auf die neue Mobilität von Kandidaten stellt jedes beliebige Endgerät die Stellenanzeige optimal dar.

Das wollen Kandidaten in einer Stellenanzeige lesen:
• Wer schreibt aus, was macht den Arbeitgeber und seinen Standort so besonders?
• Was für eine konkrete Position wartet auf mich?
• Wie sieht in der Regel mein Arbeitstag aus?
• Wie definiert sich mein Arbeitsumfeld inklusive Kollegen?
• Welche weiteren Karriereschritte wären aus der Position heraus möglich?
• Welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Eigenschaften sollte ich mitbringen?
• Welche Zusatzleistungen bietet mir der Arbeitgeber – auch langfristig?
• In welcher Form kann ich mich bis wann mit welchen Angaben bei wem bewerben und wie sind dessen Kontaktdaten?

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok