Arbeitszeiten
Aviva Hotel führt Vier-Tage-Woche ein

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Die Angestellten des Hotel Aviva make friends**** s in Oberösterreich müssen künftig nur noch vier Tage die Woche arbeiten. © Aviva

Während einige Branchenvertreter in Deutschland noch für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit kämpfen, geht das Hotel Aviva make friends**** s in St. Stefan am Walde im Mühlviertel (Oberösterreich) einfach ganz neue Weg. Das Haus führt für seine Angestellten eine Vier-Tage-Woche ein.

Was auf den ersten Blick unmöglich erscheinen mag, wird im Hotel Aviva make friends**** s bereits umgesetzt: Dort arbeiten die Angestellten künftig nur noch an vier Tagen pro Woche. Damit kommt das Management dem Wunsch des Teams nach mehr Freizeit und Flexibilität nach, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Das System: Die Angestellten arbeiten weiterhin 40 Stunden, allerdings innerhalb von vier statt fünf Tagen. Das ist möglich, weil in Österreich bereits seit Jahren die Wochenarbeitszeit gilt. An ihre Arbeitstage anschließend haben die Angestellten drei Tage lang frei. Das Gehalt bleibt gleich. Betroffen sind rund 50 Mitarbeiter des Hauses, die das Modell wünschen. Eingeführt wurde dieses bereits für das Team von Rezeption, der Verwaltung, der Haustechnik und des Marketing. Bis Jahresende sollen laut der offiziellen Mitteilung des Hauses weitere Abteilungen folgen.

Ergänzend wurden in dem auf Singles, Alleinreisende, Freunde und Events spezialisierten Nischenhotel bereits zahlreiche individuelle Lösungen geschaffen, die vor allem die 18 Teilzeit-Mitarbeiter, die meisten mit Kindern, entlasten sollen. Bereits jetzt hat das Hotelmanagement für die Umstellung ein positives Feedback bekommen. "Den Mitarbeitern erscheint die dreitägige Pause wie ein Kurzurlaub. Zudem sparen sie sich durch die kurze Arbeitswoche 20 Prozent der Fahrtkosten zum Arbeitsplatz", heißt es in dem offiziellen Schreiben. Aber auch für das Unternehmen, das seit dem Tod von Werner Pürmayer im August 2016 und dem anschließenden Verkauf an Polytec-Gründer und Kernaktionär Friedrich Huemer, von  Christian  Grünbart  gepachtet  wurde, ergeben sich Vorteile.

„Die Dienstleistungsberufe sind für die Mitarbeiter fordernd und mehr Erholung ist für die Arbeitsqualität und Produktivität des Teams förderlich. Über alldem steht natürlich, dass wir für bestehende Mitarbeiter weiterhin interessanter Arbeitgeber bleiben wollen und für zukünftige Mitarbeiter ein lukratives Umfeld bieten können", sagt Geschäftsführer Christian Grünbart. Er geht davon aus, dass die Personalkosten durch die Umstellung geringfügig steigen werden. "Doch wir erwarten uns auch eine höhere Produktivität, sowie geringere Kosten für die Personalsuche und für die langen Einschulungsphasen." Die Mitarbeiterzufriedenheit sei grundsätzlich ein genauso wichtiges Unternehmensziel, wie der betriebswirtschaftliche Erfolg. 

Und das Aviva bietet seinen Mitarbeitern neben der flexiblen Arbeitswoche noch weitere Vorteile: Nach eigenen Angaben erhalten die Angestellten eine überdurchschnittliche Bezahlung, kostenlose Kost und Logis, Massagen und Beautyanwendungen sowie einen 1.000-Euro-Gutschein jährlich für individuelle Schulungen und eine kostenlose Teilnahme an der Hotel-Akademie. Dort werden rund 30 Seminare jährlich angeboten. Unlängst hat das Team zudem eine Reise nach Dublin unternommen. Dort bekamen die Führungskräfte des Hauses einen Einblick in die innovativen Unternehmensstrukturen von Google, LinkedIn und Microsoft.

Möglich wurden die Neuerungen laut dem Unternehmen übrigens erst durch die Vereinfachung der täglichen Prozesse und durch die weitere Implementierung moderner Techniken.

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