Online-Vertrieb
Luthe kristisiert Studie von OTA-Verband

Die European Technology and Travel Services Association (ETTSA), ein OTA- und GDS-Verband, hat unlängst eine Studie unter dem Titel "Expert study shows direct bookings are not cheaper for hotels" (Dt.: Expertenstudie zeigt: Direktbuchungen sind nicht güngstiger für Hotels) veröffentlicht. Dieser widersprechen nun diverse Branchen-Experten.

In der von ETTSA in Auftrag gegebenen Studie der Londoner Analysefirma "Infrata" heißt es unter anderem, Gäste von indirekten auf direkte Buchungskanäle zu verlegen, habe keinen messbaren Einfluss auf die Kosten des Hotels, könnte aber die Auslastungsraten steigern. Demnach bestehe nur ein marginaler Unterschied von 0,03 % im Netto-Ergebnisbeitrag zwischen Direktvertrieb (80,92 €) und indirektem Vertrieb (80,94 €) bei einem durchschnittlichen Zimmererlös von 112,00 €. Dies schätzen einige Experen als nicht der Wahrheit entsprechend ein. Max Starkov von Hebs Digital spricht offenbar sogar von „Voodoo-Wissenschaft“.

Auch Markus Luthe vom Hotelverband äußert sich in seinem Blog ausführlich zu dem Thema. Der Titel zu seinem Beitrag lautet schlicht aber direkt: "Fremdschämen". Er schreibt: "In der Tat offenbart die Untersuchung schon auf den zweiten Blick so gravierende systematische Mängel in den Annahmen, dass sich Zweifel an der Methodik und Ergebnisoffenheit der Infrata-Studie – und den ETTSA-Schlussfolgerungen daraus – geradezu aufdrängen", so Luthe. Besonders Triptease, eine Plattform zur Förderung von Direktbuchungen, setzt sich in einem Artikel mit der Studie auseinander. Die detaillierten Ergebnisse sind hier zu lesen.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok