Parahotellerie
Airbnb sagt OTAs den Kampf an

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©Airbnb

In einem offenen Brief hat sich Airbnb an Eigentümer von Boutiquehotels und Bed&Breakfasts gewandt. Grund: Die Gebühren für den Zimmerverkauf über OTAs wie Expedia und Booking seien zu hoch. Getreu dem neuen Firmenmotto „Airbnb for everyone“ bietet das Unternehmen nun an, individuelle Unterkünfte auf der eigenen Plattform zu vermarkten.

Nachdem Airbnb jüngst sein neues Konzept vorsgestellt hat (wir berichteten), wendet sich das Unternehmen nun mit den Vorteilen an Eigentümer von Boutiquehotels und Bed&Breakfasts. Laut eigenen Untersuchungen sowie Erfahrungswerte der „Association of Independent Hospitality Professionals“ seien die Gebühren, die OTAs verlangen, zu hoch. Airbnb bietet den Hoteliers die Vermarktung für geringere Gebühren, zudem seien die Verträge nicht langfristig bindend und das neue Kundenbindungsprogramm könne ebenso genutzt werden.

In einem Blogbeitrag betont Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), dass diese Entwicklung zwar inhaltlich nicht neu, aber aus Sicht der Hotellerie dennoch postiv sei. „Schließlich hat kaum ein anderer Markt neue Wettbewerbsimpulse so nötig wie der oligopolistische Markt der Online-Buchungsportale mit seinen offensichtlich exorbitanten Renditen“, kommentiert Luthe. Der „Nachhaltigkeit des ausgelobten Konkurrenzvorteils“ dürfe man aber skeptisch sehen.

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