Hotelkooperationen
Romantik steigert direkte Online-Buchungen um 56 Prozent

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Nach einem Plus von 42 Prozent im Jahr 2016 hat die Romantik Hotels & Restaurants AG die direkten Buchungen über die eigene Webseite www.romantikhotels.com im vergangenen Jahr um 56 Prozent gesteigert. Damit avanciert die Kooperation zu einem der stärksten Vertriebskanäle der knapp 200 angeschlossenen Hotels.

„Menschen vertrauen auch weiterhin auf starke Marken und reisen mit Romantik durch ganz Europa“, sagte Thomas Edelkamp (Foto), der Vorstandsvorsitzende der Kooperation, bei dem internationalen Romantik-Kongress, der im Vorfeld der ITB in Berlin stattfand. In der Hauptstadt versprach Edelkamp den Gastgebern aus neun Ländern Europas auch, die guten Ergebnisse in 2018 erneut übertreffen zu wollen. Natürlich koste auch der eigene Vertrieb Geld, sei zeitintensiv und erfordere entsprechende personelle Ressourcen, erläuterte der Vermarktungsexperte. Die Daten von Romantik bestätigten aber die Erkenntnis, dass Buchungen über die eigene Webseite der Kooperation weniger oft storniert würden und die Gäste kaum preissensibel seien. Ferner buchten die direkten dort Gäste verstärkt mehrtägige Aufenthalte mit Nebenleistungen wie Erlebnisse, Wellness oder Kulinarik. Deshalb sei jeder in den Direktvertrieb investierte Euro eine gute Anlage und zahle sich am Ende aus.

Um mehr und neue Gäste anzusprechen, startete Romantik im vergangenen Sommer eine europaweite Markenkampagne im Fernsehen, im Internet und auf Social-Media-Plattformen. „Unter dem Strich sind wir nach einem Jahr Marketing- und Vertriebsvollgas nicht nur im grünen Bereich, sondern haben viele neue Gäste günstiger direkt gewonnen, als dies über die großen Plattformen möglich gewesen wäre“, resümiert Edelkamp. Als Gegner will er die OTAs aber nicht einstufen: „Ganz wichtig bleibt für Romantik, dass wir mit den großen Online-Vermittlern auch zukünftig partnerschaftlich zusammenarbeiten. Denn wie in jeder Branche geht es auch in der Hotellerie um einen ausgewogenen Vertriebsmix über alle Kanäle hinweg.“ Das Gleichgewicht zu halten und die Romantik-Hotels nicht in absolute Abhängigkeiten von einem Vertriebskanal geraten zu lassen, sei Ziel der Anstrengungen.