Prozess: Adlon-Investor Jagdfeld fordert eine Milliarde Euro

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Adlon-Investor Jagdfeld fordert eine Milliarde Euro

Der 71-jährige Immobilien-Unternehmer Anno August Jagdfeld wirft der Versicherung vor, eine Rufmordkampagne gegen ihn geplant zu haben. Der Prozess geht ab Dienstag vor dem Dortmunder Landgericht in die zweite Runde. Sechs Prozesstage sind angesetzt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Gericht in dieser Angelegenheit verhandelt. Das erste Verfahren fiel zwar zugunsten der Signal Iduna aus, der Richter legte der Versicherung jedoch eine Vergleichszahlung in Höhe von 20 Millionen Euro nahe. Dieser Vergleich kam allerdings nicht zustande, sodass es jetzt zu einer Neuauflage des Prozesses kommt. Zusätzlich wurde der von Jagdfeld veranschlagte Schaden noch einmal deutlich nach oben korrigiert: Bislang war von rund 500 Millionen Euro die Rede gewesen; nun haben die Jagdfeld-Anwälte nach Angaben der Bild-Zeitung durchblicken lassen, dass ihr Mandant eine Milliarde Euro von der Signal Iduna fordert.

Hintergrund: Die Signal Iduna hatte sich neben vielen Kleinaktionären an dem Jagdfeld-Fonds beteiligt, der den Bau und Betrieb des „Adlon“-Hotels finanzieren sollte. In einer ertragsschwachen Phase im Jahr 2009 soll die Versicherung andere Anteilseigner beeinflusst haben, was zu Finanzierungsschwierigkeiten bei anderen Projekten führte. Wie die Signal Iduna verbreitete, habe Jagdfeld damals vermeintlich in größerer Geldnot gesteckt. Jagdfeld sieht hierin eine „Rufmordkampagne“, für die er die Signal Iduna verantwortlich macht. Weil die angebliche Kampagne ihm und seinen Projekten geschadet habe und bis heute schade, fordert er Schadensersatz.