Steuertipp
Neues Jahr – neue Werte

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Zum Jahreswechsel sind neue Sozialversicherungswerte in Kraft getreten.

 Ab 2018 gelten zahlreiche neue Sozialversicherungswerte – die Neuerungen im Überblick:

Beitragssätze: Der Beitragssatz zur allgemeinen Rentenversicherung sinkt 2018 von 18,7 auf 18,6 Prozent. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen damit je 9,3 Prozent. Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung wurde auf 1,0 Prozent festgesetzt. Die Kassen können jedoch individuell höhere oder niedrigere Zusatzbeiträge festsetzen. Die Insolvenzgeld­umlage sinkt von 0,09 auf 0,06 Prozent.

Beitragsbemessungsgrenzen: Die einheitliche Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung steigt 2018 auf 53.100 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze, bei deren Überschreiten ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglich ist, wird auf 59.400 Euro angehoben. Die Beitragsbemessungsgrenze zur Renten- und Arbeitslosenversicherung erhöht sich auf 78.000 Euro (West) beziehungsweise 69.600 Euro (Ost). Auch die Bezugsgrößen steigen: auf 36.540 Euro (West) beziehungsweise 32.340 Euro (Ost). Sie wirkt sich etwa auf die Befreiung von Zuzahlungen zu Medikamenten aus.

Mini-Jobber: Bei Angestellten auf 450-Euro-Basis zahlen Arbeitgeber auch 2018 in der Regel pauschale Abgaben in Höhe von 30 Prozent (15 Prozent Rentenversicherung, 13 Prozent Krankenversicherung und 2,0 Prozent pauschale Lohnsteuer) sowie Unfallversicherungsbeiträge und Umlagen zur Sozialversicherung. Der Beitragssatz zur U2 (Erstattung bei Mutterschaft) sinkt von 0,30 auf 0,24 Prozent. Die U1 (Erstattung bei Krankheit) bleibt bei 0,9 Prozent. Mini-Jobber, die keine Befreiung von der Rentenversicherung beantragt haben, zahlen ab dem 1. Januar 2018 nur noch 3,6 Prozent (Differenzbetrag zum Beitragssatz der Rentenversicherung von 18,6 Prozent), bei einem Mini-Job-Entgelt von 450 Euro also nur noch 16,20 Euro.

Sachbezugswerte: Mahlzeiten, die ein Arbeitgeber arbeitstäglich unentgeltlich oder verbilligt an seine Arbeitnehmer abgibt, sind Arbeitslohn. Sie werden jedoch in der Regel nicht mit dem tatsächlichen Wert lohnbesteuert, sondern nur in Höhe der geringeren amtlichen Sachbezugswerte. 2018 ist ein Mittag- bzw. Abendessen mit je 3,23 Euro anzusetzen, ein Frühstück mit 1,73 Euro. Für freie Unterkunft beim Arbeitgeber beträgt der Sachbezugswert 226 Euro monatlich. Bei der Überlassung einer Wohnung ist jedoch der ortsübliche Mietpreis anzusetzen.

 

Wolfgang Schwarz
StB im ETL ADHOGA Verbund aus Höchberg, spezialisiert auf die Beratung von Hotels und Gaststätten
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