Hotelmarkt Spanien
NH schlägt Fusionsangebot von Barceló aus

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©NH Hotels

Einstimmig hat der Verwaltungsrat der NH Hotel Group das Angebot der Barceló-Gruppe abgelehnt. Letztere hatte im November ein unaufgefordertes Fusionsangebot unterbreitet, um gemeinsam mit NH größer als der spanische Marktführer Meliá zu werden. Allerdings, so teilt NH mit, sei dieses unzureichend und unvorteilhaft für die Teilhaber.

Wie NH mitteilt, betont der Verwaltungsrat, dass das Angebot im besten Interesse des Unternehmens abgelehnt wurde. Man habe das von Barceló unaufgefordert abgegebene Angebot (wir berichteten) tiefgründig betrachtet und tatsächlich in Erwägung gezogen. Gemeinsam mit der Bank of America Merrill Lynch habe NH das eigene Unternehmen beleuchtet und eine Finanzanalyse erstellt. Jedoch sei das Angebot unzureichend gewesen und spiegele nicht den Wert von NH wieder: Barceló hatte einen entsprechenden Wert von 7,08 Euro pro Aktie vorgeschlagen. Das Angebot hatte damit ein Volumen von 2,48 Milliarden Euro. Barceló wollte 60 Prozent des neu entstandenen Unternehmens kontrollieren.

Der Vorstand der NH-Gruppe sei zu dem Schluss gekommen, dass durch eine Fusion kein Vorteil für die Teilhaber entstehen würde – der Deal reflektiere weder das Wachstumspotential von NH noch den Wert der vorhandenen Vermögenswerte. In diesem Zusammenhang habe der Verwaltungsrat sein volles Vertrauen in die aktuell verfolgte Strategie geäußert, die eine solide Umsatzsteigerung sowie betriebliche Verbesserungen vorsieht.