Hotelmarkt NRW: Ruby inszeniert Theater-Hotel in Düsseldorf

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Ruby inszeniert Theater-Hotel in Düsseldorf

Ruby Leni wird der neuste Streich der Münchner Gruppe heißen. Das Haus eröffnet im Winter 2018/2019 als zweites Ruby-Hotel im Zentrum von Düsseldorf. Die "Leni" aus Goethes Faust dient nicht zufällig als Namenspatronin.

Das Gebäude, in dem das neue Ruby entsteht, wurde 1904 ursprünglich als Hotel erbaut und 1910 zum Düsseldorfer Operettenhaus umfunktioniert. Von 1951 bis 1970 diente die Immobilie als Schauspielhaus der Stadt. Die wohl berühmteste Inszenierung des Leiters Gustav Gründgen ist Goethes Faust, dessen Figur Helena nun als Namenspatronin für das Hotel dient.

Insgesamt verfügt das Ruby Leni über 166 Zimmer, einer Bar, ein Café und eine Dachterrasse mit Blick über die Stadt. Die Mischimmobilie, die teilweise als Bürofläche diente, beherbergt noch heute ein Theater. Das Büroareal hat die OFB Projektentwicklung zum Hotel umgebaut.

Das Interior-Design des Hotels soll bewusst an die Theater-Welt der 1950er-Jahre erinnern. Stil-Elemente der 1960er-Jahre und der Neuzeit ergänzen das Interieur in den öffentlichen Bereichen. Auch das Ruby Leni folgt der Philosophie des Lean Luxury: Die Lage im Herzen der Stadt, das anspruchsvolle Design und die hochwertige Ausstattung sollen die Gäste begeistern. Indem konsequent auf Überflüssiges und Unwesentliches verzichtet wird, bietet Ruby relativ schmale Preise. Eine Übernachtung in einem Zimmer der kleinsten Kategorie des Ruby Lilly München kostet beispielsweise etwa 80 Euro.

Erstmals bietet Ruby in Düsseldorf zudem Long-Stay Zimmer: Mit der Residents Karte gewährt Ruby den Gästen einen Preisvorteil für Aufenthalte, die länger als eine Woche andauern. Neben dem normalen Hotelkomfort erhalten Residents zudem Zugang zu einer Gemeinschaftsküche.

Insgesamt betreibt die 2013 gegründeten Münchner Ruby-Gruppe bereits vier Hotels, sechs weitere sind im Bau. In Düsseldorf ist es bereits das zweite geplante Haus. Das erste soll Anfang 2018 öffnen. Die Stadt scheint aktuell generell beliebt bei Investoren zu sein. Laut einem Überblick der Wuppertaler Schollen Hotelentwicklung GmbH sollen in den kommenden Jahren 18 neue Hotels mit insgesamt mehr als 3600 Zimmern entstehen. Diese Zahl wird in dem Bericht auch kritisiert. Dehoga und Düsseldorf Tourismus dagegen loben die Entwicklung. Sie sehen darin laut Westdeutscher Zeitung einen Vertrauensbeweis an die Stadt.