Steuertipp
Erfreuliche Änderungen

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Ab 2018 gelten höhere Wertgrenzen für die Sofortabschreibung von Wirtschaftsgütern.

Das neue Jahr bringt für Unternehmer erfreuliche Änderungen: Wirtschaftsgüter, die ab dem 1. Januar 2018 angeschafft werden, dürfen bis zur Höhe von 250 Euro (statt bislang 150 Euro) sofort und in voller Höhe als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Aufzeichnungen im Anlagenverzeichnis sind dafür nicht erforderlich. Wirtschaftsgüter über 250 Euro sind dagegen in ein besonders zu führendes Verzeichnis aufzunehmen, sofern sich diese Angaben nicht aus der Buchführung ergeben.

Das gilt auch für die sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgüter (GWG), bei denen jedoch ab 2018 eine weitere Erleichterung zum Tragen kommt. Der maximale Preis für die Einstufung als GWG, wenn diese ab dem 1. Januar 2018 angeschafft bzw. hergestellt werden, wird erhöht – von derzeit 410 Euro auf 800 Euro. Sie können steuerlich sofort und in voller Höhe abgeschrieben werden. Voraussetzung ist, dass es sich um jeweils selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter handelt und die Sofortabschreibung gewählt wurde.

Daneben ist auch die Sammelpostenabschreibung weiterhin zulässig, um Wirtschaftsgüter steuerlich zu berücksichtigen. Ab 2018 können selbstständig nutzungsfähige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen 250 Euro und 1.000 Euro wie bisher in einen Sammelposten eingestellt und pauschal über fünf Jahre gleichbleibend abgeschrieben werden.

Der Unternehmer kann jahresweise wählen, ob er für die Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen 250 Euro und 800 Euro die Sofortabschreibung oder den Sammelposten anwenden möchte. Wählt er den Sammelposten, so ist dieser in den nächsten fünf Jahren zwingend fortzuführen. Die Sofortabschreibung ist in diesem Fall für das betreffende Wirtschaftsjahr nicht mehr zulässig, sondern kann erst für Neuzugänge des Folgejahres gewählt werden. Alle Wirtschaftsgüter, die höhere Anschaffungskosten als 1.000 Euro haben, sind regulär über die Nutzungsdauer abzuschreiben.

Wichtig: Bei den maßgeblichen Wertgrenzen (250, 800 und 1.000 Euro) ist auf die reinen Anschaffungs- oder Herstellungskosten ohne Umsatzsteuer abzustellen! Dies gilt immer, auch wenn die Vorsteuer gar nicht oder nur teilweise abgezogen werden kann (z.B. bei Vermietung).

 

Erik Schumann, StB aus Hamburg im ETL ADHOGA Verbund und spezialisiert auf die Beratung von Hotels und Gaststätten.
Kontakt: ETL ADHOGA Hamburg, Rahlstedter Straße 14, 22149 Hamburg, Tel. 040-67396140, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.adhoga.hamburg