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Studie

2,6 Millionen Deutsche verdienen weniger als den Mindestlohn

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer Studie herausgefunden, dass rund 1,8 Millionen Menschen unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns arbeiten – legt man die tatsächliche Arbeitszeit zugrunde, sind es nahezu 2,6 Millionen.

Allein im ersten Halbjahr 2016 arbeiteten 1,8 Millionen Menschen für weniger als die damals gültigen 8,50 Euro pro Stunde. Wie das Handelsblatt Studienautorin Alexandra Fedorets zitiert, werde das Mindestlohngesetz nicht in jedem Betrieb „eins zu eins umgesetzt“. Zollkontrollen brachten außerdem unzureichende oder inoffizielle Vereinbarungen zu Arbeitszeiten ans Tageslicht. Lege man die tatsächliche – und nicht die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit zugrunde, seien 2,6 Millionen Deutsche unterbezahlt.  

Die Hotellerie und Gastronomie sei maßgeblich von Mindestlohnverstößen betroffen, die Ergebnisse der DIW-Studie „bestätigen in erschreckender Weise die Erfahrungen, die die Gewerkschaft NGG macht und zeigen, dass dringender Handlungsbedarf besteht“, so Guido Zeitler, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.   

Die NGG fordere in diesem Zug stärkere Kontrollen von Arbeitszeiten und Einhaltung der Mindestlohngrenze. „Voraussetzung für Kontrollen ist allerdings, dass die Arbeitszeiten dokumentiert werden, so wie es das Gesetz vorschreibt. Die DIW-Studie bestätigt, wie existenziell wichtig die korrekte Erfassung der Arbeitszeiten ist“, betont Zeitler.

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