München
500.000 Euro Strafe für illegale Airbnb-Vermietung

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Empfindliche Strafen in München: Wer seine Wohnung mehr als acht Wochen im Jahr an Touristen vermietet, muss bis zu 500.000 Euro bezahlen. Bereits im Mai hatte der bayrische Landtag strengere Gesetze zur sogenannten Zweckentfremdung durchgesetzt. Die Landeshauptstadt verzehnfacht jetzt das Bußgeld.

In München ist der Wohnraum bekannterweise ohnehin knapp. Deshalb hat der Münchner Stadtrat jüngst beschlossen, die illegale Vermietung von Zimmern oder Wohnungen an Touristen – die Zweckentfremdung von Wohnraum – höher zu bestrafen. Wie die TZ und die Welt berichten, könnten in München bis zu einer halben Million Euro fällig werden, wenn eine Zweckentfremdung ans Licht kommt. Zuvor waren es bis zu 50.000 Euro.

Zweckentfremdung liege vor, wenn mehr als die Hälfte einer Wohnung für gewerbliche und berufliche Zwecke genutzt wird, oder wenn der Wohnraum für mehr als acht Wochen im Jahr zur Fremdenbeherbergung genutzt wird – darunter fällt somit auch die Untervermietung auf Portalen wie Airbnb. 

Den Berichten zufolge kommt die Stadt mit der Bearbeitung der bereits gemeldeten Fälle kaum hinterher. 283 Zweckentfremdungen seien noch unbearteitet. Dabei habe München für die „Sonderermittlungsgruppe Ferienwohnung“ bereits 8,5 Stellen geschaffen. Die Behörde gehe laut Welt davon aus, dass sich die Fälle im Vergleich zum Vorjahr in 2017 verdoppelt haben.  

Quelle: Welt