Initiative: Tourismusverbände fordern Stopp der Urlaubssteuer

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Tourismusverbände fordern Stopp der Urlaubssteuer

Die führenden Verbände der Tourismusbranche sprechen sich in ihrer Initiative "Nein zur Urlaubssteuer" klar gegen diese geplante Abgabe aus. Die Verantwortlichen fordern die zukünftigen Politiker der neuen Bundesregierung auf, die drohende gewerbesteuerlichen Belastung bei der Buchung von Hotelleistungen zu stoppen.

Durch die gewerbesteuerliche Hinzurechnung entstehe faktisch eine „Urlaubssteuer“, die neben den Reiseveranstaltern auch die Urlauber mit hohen Mehrkosten belastet. Die zusätzlichen Gewerbesteuern entstehen dann, wenn Reiseveranstalter touristische Leistungen erbringen wie etwa Hotelzimmer anmieten oder Übernachtungskontingente einkaufen. Mit der Initiative will die Tourismusbranche auf die in ihren Augen steuerliche Ungerechtigkeit hinweisen. Es sei abstrus, angemietete Büroräume oder Lagerhallen steuerlich mit der Vermittlung von Hotelleistungen gleichzusetzen.

Benedikt Esser, Präsident des RDA Internationaler Bustouristik Verband e. V., sagt: „Die Urlaubssteuer ist für den gesamten Tourismusstandort Deutschland fatal. Die gewerbesteuerliche Hinzurechnung gefährdet Arbeitsplätze und führt zu Marktaustritten sowie Standortverlagerungen von Touristikunternehmen in das Ausland. Da die Urlaubssteuer höhere Preise für Reisen zur Folge hat, belastet sie die Verbraucher stark.“ Der Preis für eine klassische Urlaubsreise steige etwa um 2,3 Prozent. "Eine Reise, die bisher 2.000 Euro kostete, wird so um 46 Euro teurer." Zusätzlich würden den Betroffenen  durch Steuernachforderungen enorme finanzielle Belastungen drohen. 

Norbert Fiebig, Präsident des Deutschen ReiseVerbandes, erklärt: „Wir setzen darauf, dass die politischen Entscheider jetzt gute und faire Rahmenbedingungen für die deutsche Tourismuswirtschaft in Europa schaffen. Die Abschaffung der Urlaubssteuer ist Voraussetzung dafür, dass der mittelstandsgeprägte Tourismusstandort Deutschland eine Zukunft hat. Die derzeitige Belastung ist für die Unternehmen kaum zu bewältigen.“ Mit der Urlaubssteuer drohe die beliebteste Reiseform der Deutschen, der professionell durch Reisebüros und Reiseveranstalter organisierte Kompletturlaub, teurer zu werden – egal ob online oder im  Reisebüro gebucht.

Die Initiatoren von „Nein zur Urlaubssteuer“ sind der RDA, die Allianz selbständiger Reiseunternehmen – Bundesverband e. V. (ASR), der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft e. V. (BTW), der Deutsche ReiseVerband (DRV) und der Deutsche Tourismusverband e. V. (DTV). Sie haben auch einen Online-Brief formuliert, den verärgerte Bürger auf der Homepage www.urlaubssteuer.de unterschreiben können, um den Politikern ihren Unmut über die Urlaubssteuer mitzuteilen.