Zulieferer: Darboven investiert in Burkhoff Kaffeemanufaktur

Bildquelle: Symbolisch übergibt Albert Darboven (3.v.li.) den neuen Kaffee-Profilröster in Sauerlach an die dortigen Verantwortlichen.

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Darboven investiert in Burkhoff Kaffeemanufaktur

Nachhaltig will Albert Darboven den Standort der Kaffeemanufaktur Burkhoff in Sauerlach bei München sichern. Und nachhaltig produziert auch der neue Profilröster, in den das Familienunternehmen J.J. Darboven dort investiert hat. Damit können nun rund 8.000 Tonnen Kaffee in unterschiedlichen Losgrößen und Geschmacksrichtungen hergestellt werden.

Vor rund 40 Jahren hat J.J. Darboven die bayerische Kaffeemanufaktur übernommen. Um den Standort weiterhin für die Zukunft zu rüsten, hat das Unternehmen in den vergangenen Jahren rund sieben Millionen Euro in den Standort investiert. „Das Herzstück ist der neue Profilröster“, erklärt Lukas Werner, Technik Vorstand bei J.J.Darboven. 

Dieses „Herzstück“ kann nun etwa 8.000 Tonnen Kaffee in unterschiedlichen Losgrößen und Geschmacksrichtungen pro Jahr herstellen – im zweischichtigen Betrieb. Auch der Betrieb in drei Schichten wäre möglich, dann könnten am Standort Sauerlach bis zu 12.000 Tonnen Kaffee im Jahr gefertigt werden.  

Der neue RFB-Röster der Firma Neuhaus Neotec ermöglicht eine sogenannte Profilröstung. Durch die schnelle Veränderung der Heißlufttemperatur und des Volumenstroms können mit ihm sowohl sehr helle als auch sehr dunkle Kaffeeröstungen hergestellt werden. Mit bis zu 20 unterschiedlichen Temperaturen wird ein Optimum in Bezug auf Körper, Aroma und Säuregehalt erreicht.  

Für eine besonders nachhaltige und energiesparende Produktion sind die Röst- und Kühlkammer getrennt. Dadurch entfällt der Zyklus aus Aufheizen und Abkühlen des Stahls der Kammern. „Außerdem haben wir uns entschieden noch einen Schritt weiter zu gehen und in eine sogenannte Rohkaffeevorerwärmung zu investieren. Hiermit wird die warme Röstluft aus der Röstkammer mittels einem Wärmetauscher dazu verwendet den Rohkaffee vor zu erwärmen. Wir nutzen die Energie also zweimal“, berichtet Lukas Werner.  

Die neue Röstanlage ist seit September 2017 im Probebetrieb. Die Röstmeister konnten in den zwei Monaten die Röstanlage bis ins Detail kennenlernen und über 30 verschiedene Rezepturen einfahren. Insbesondere Röstungen mit „ganzer Bohne“ werden in Sauerlach produziert.