Rechtsstreit
Zimmerjunge bekam viel zu wenig Lohn

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Für nur vier bis fünf Euro Stundenlohn reinigte ein Angestellter in einem Düsseldorfer Luxushotel über acht Monate hinweg die Zimmer und Suiten. Der dreiste Arbeitgeber, eine Firma für Hotelserviceleistungen, hatte ihn die Stundenzettel vorab blanko unterschreiben lassen und nicht den tatsächlichen Aufwand vergütet. Dagegen klagte der Zimmerjunge vor Gericht.

Der 49-jährige Angestellte behauptete vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf, dass er die Stundenzettel vorab unterschreiben musste. Unabhängig von der tatsächlichen Arbeitszeit seien ihm 30 Minuten pro Zimmer und 45 Minuten pro Suite vergütet worden. Der Aufwand sei jedoch doppelt so hoch gewesen. Offiziell sei ihm zwar der Tariflohn gezahlt worden – aber eben nur für etwa die Hälfte der Stunden. Über acht Monate hinweg bekam der Kläger so nur zwischen vier bis fünf Euro pro Stunde. 

Auch gegen seine Kündigung wehrte sich der Zimmerjunge – und bekam vom Gericht in Düsseldorf Recht. Der ehemalige Arbeitgeber und der Kläger einigten sich schließlich in einem Vergleich auf eine nachträgliche Lohnzahlung über 7500 Euro sowie eine Abfindung in Höhe von 6000 Euro.

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